Und wieder Silvester in Köln

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Der Silvesterabend in Köln gab auch am Jahreswechsel von 2016 zu 2017 wieder Anlass für Diskussionen in Deutschland. Was ist geschehen: Die Kölner Polizei – diesmal nach steiler Lernkurve aus dem letzten Jahr in Hundertschaften für die vielleicht drohenden Herausforderungen angetreten – „kesselte“ junge, nordafrikanisch aussehende Männer ein, sprach reihenweise gegenüber dieser Gruppe Platzverweise aus, nahm den einen oder anderen fest – und feierte dieses „robuste“ Vorgehen in einem Tweet mit Bild und der Aussage: „Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft.Weiterlesen

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Die Abgehängten

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Nach dem Schock über die diesjährigen Wahlergebnisse der AfD in Ostdeutschland, aber vor allem nach der Wahl Trumps in den USA zieht sich ein Begriff durch viele Texte, die sich mit der neuen Attraktivität des modernen Rechtspopulismus beschäftigen: Der des „Abgehängten“. Er sei ländlich tumb und habe Angst vor Globalisierung und vor Machtverlust – sei es an Minderheiten oder, so er ein Mann ist, an die Frau. Prekär und unsicher beschäftigt kämpfe er um das Auskommen von sich und seiner Familie, ständig von Entlassung bedroht und in scharfer Konkurrenz zur aus dem Ausland hereindrängenden neuen Unterschicht. Weiterlesen

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Über das kämpfen

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In der NZZ war in den letzten Tagen ein Essay zu lesen, der die Frage stellte: „Zur Hölle, wer sind denn diese Anderen?“ Er reiht sich damit ein in die in meinem letzten Beitrag beschriebenen medialen „Verwunderungs“-Texte nach der Trumpwahl. Sein Fazit: Wir brauchen eine „neue“ Debattenkultur.

Wie aber begründet der Autor dies und was stellt er sich darunter vor?
Zunächst stellt er die von mir bereits kritisierte Behauptung in den Raum, man hätte nun „[d]as Gefühl, plötzlich mit einer Wirklichkeit konfrontiert zu werden, die man nicht wahrgenommen hat oder nicht wahrnehmen wollte“. Nicht beschreibt er allerdings, was für ihn das Neue an dieser Wirklichkeit ist. Wir alle sind doch nicht davon überrascht, dass rechte Populisten derzeit Unterstützer finden und Erfolge feiern. Wer dies wäre, hat doch offenbar in den letzten Jahren weder nach Frankreich oder nach Österreich, nicht nach Ungarn oder Polen geschaut. Weiterlesen

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Wahlen und Präsidenten

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Nein, ich möchte heute keinen weiteren Text über Trump schreiben. Zu ihm und seiner Wahl ist meines Erachtens erst einmal genug geschrieben worden – zumindest bei dem derzeitigen Wissensstand, den wir alle über ihn und seine zukünftige Strategie haben. Was mich zu dem heutigen Text bewegt, ist vielmehr eine Beobachtung, die nur bedingt ursächlich mit dieser Personalie zusammenhängt: Die für mich merkwürdige und verwunderlich unsichere Reaktion von Teilen der medialen Öffentlichkeit auf das Wahlergebnis. Weiterlesen

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Realitäten

muenchen_loewenbraeu-festhalle_oktoberfest_2012Es gibt in der Presselandschaft des Netzes eine gut gehegte Einrichtung: Den blogartigen Kommentator aka Hofnarren. Er oder sie darf mehr oder weniger qualifiziert auf eine meist sehr einseitige Art und Weise „vom Leder“ ziehen und soll dabei offensichtlich zwei Ziele erreichen – den Resonanzraum für eher extreme Meinungen in der Leserschaft bilden und Klicks aufgrund der Aufregung des Restes der Leserschaft über die inhaltliche Einseitigkeit erzeugen. Weiterlesen

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Ich trage eine Burka

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In den letzten Wochen gab es ausführliche Diskussionen über Verschleierung in Europa. Den einen ist das Thema egal, die anderen meinen, der Aufwand eines Verbots lohnt nicht. Dritte verteidigen die Freiheit und sehen es als Recht einer jeden an, sich so zu kleiden, wie sie will. Andere wollen dagegen die Frauen vor sich selber und ihrer patriarchalen Kultur schützen. Islamfeinde sind sowieso gegen alles, was nach Islam „riecht“. Und zuletzt empfinden manche eine Vollverschleierung schlicht als interkulturelle Frechheit in einer auf Mimik ausgerichteten Begegnungskultur. Weiterlesen

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Demokratie und Liberalität

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In meinem letzten Text hatte ich zwar eine Zusammenfassung einer medialen Diskussion über Verfassung und Demokratie gegeben, aber die sich aus meiner Sicht daraus ergebenden Fragestellungen auf weitere Texte „verschoben“:

Wie demokratisch ist eine Demokratie, die aus normativen Gründen Mehrheitsentscheidungen verunmöglicht oder ignoriert? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ein Volk vor sich selber geschützt werden muss? Und aus welchen Gründen sollte es überhaupt vor sich selbst geschützt werden?

Heute möchte ich beginnen, mich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Weiterlesen

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