Frieden? Frieden!

Wer in die aktuelle Presse schaut, reibt sich verwundert die Augen: Wo kommen eigentlich die ganzen kleinen Männer her (ja, als Mann muss ich konstatieren: es sind vor allem Männer), die derzeit die transnationale Politik beherrschen? Die wie trotzige Dreijährige wild mit den Füßen aufstampfend an vielen Ecken der Welt und leider auch in Europa ihr instabiles Selbstbewusstsein mit markigen Sprüchen und harten Entscheidungen zu kaschieren versuchen? Und wieso erhalten sie soviel öffentlichen Platz für ihr albernes Verhalten, anstatt dass man sie schlicht auslacht und ignoriert bzw. abwählt? Weiterlesen

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Liberalität in Zeiten des Erstarkens der Neuen Rechten

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Mittlerweile sollte dem letzten unter uns aufgefallen sein, dass wir in interessanten Zeiten leben. In der sogenannten „westlichen Welt“ bisher sicher geglaubte Selbstverständlichkeiten werden immer häufiger in Frage gestellt. Und zwar nicht mehr nur von denjenigen, denen die Freiheit und der Erfolg des westlichen Systems schon immer ein Dorn im Auge war, also von den Potentaten und Kleptokraten, von den Diktatoren und Gewaltherrschern, die ihre eigene Fratze im Spiegel der freien westlichen Welt nicht sehen wollen und deshalb alles dafür täten, diesen Spiegel zu zerstören. Weiterlesen

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Und wieder Silvester in Köln

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Der Silvesterabend in Köln gab auch am Jahreswechsel von 2016 zu 2017 wieder Anlass für Diskussionen in Deutschland. Was ist geschehen: Die Kölner Polizei – diesmal nach steiler Lernkurve aus dem letzten Jahr in Hundertschaften für die vielleicht drohenden Herausforderungen angetreten – „kesselte“ junge, nordafrikanisch aussehende Männer ein, sprach reihenweise gegenüber dieser Gruppe Platzverweise aus, nahm den einen oder anderen fest – und feierte dieses „robuste“ Vorgehen in einem Tweet mit Bild und der Aussage: „Am HBF werden derzeit mehrere Hundert Nafris überprüft.Weiterlesen

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Die Abgehängten

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Nach dem Schock über die diesjährigen Wahlergebnisse der AfD in Ostdeutschland, aber vor allem nach der Wahl Trumps in den USA zieht sich ein Begriff durch viele Texte, die sich mit der neuen Attraktivität des modernen Rechtspopulismus beschäftigen: Der des „Abgehängten“. Er sei ländlich tumb und habe Angst vor Globalisierung und vor Machtverlust – sei es an Minderheiten oder, so er ein Mann ist, an die Frau. Prekär und unsicher beschäftigt kämpfe er um das Auskommen von sich und seiner Familie, ständig von Entlassung bedroht und in scharfer Konkurrenz zur aus dem Ausland hereindrängenden neuen Unterschicht. Weiterlesen

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Über das kämpfen

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In der NZZ war in den letzten Tagen ein Essay zu lesen, der die Frage stellte: „Zur Hölle, wer sind denn diese Anderen?“ Er reiht sich damit ein in die in meinem letzten Beitrag beschriebenen medialen „Verwunderungs“-Texte nach der Trumpwahl. Sein Fazit: Wir brauchen eine „neue“ Debattenkultur.

Wie aber begründet der Autor dies und was stellt er sich darunter vor?
Zunächst stellt er die von mir bereits kritisierte Behauptung in den Raum, man hätte nun „[d]as Gefühl, plötzlich mit einer Wirklichkeit konfrontiert zu werden, die man nicht wahrgenommen hat oder nicht wahrnehmen wollte“. Nicht beschreibt er allerdings, was für ihn das Neue an dieser Wirklichkeit ist. Wir alle sind doch nicht davon überrascht, dass rechte Populisten derzeit Unterstützer finden und Erfolge feiern. Wer dies wäre, hat doch offenbar in den letzten Jahren weder nach Frankreich oder nach Österreich, nicht nach Ungarn oder Polen geschaut. Weiterlesen

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Wahlen und Präsidenten

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Nein, ich möchte heute keinen weiteren Text über Trump schreiben. Zu ihm und seiner Wahl ist meines Erachtens erst einmal genug geschrieben worden – zumindest bei dem derzeitigen Wissensstand, den wir alle über ihn und seine zukünftige Strategie haben. Was mich zu dem heutigen Text bewegt, ist vielmehr eine Beobachtung, die nur bedingt ursächlich mit dieser Personalie zusammenhängt: Die für mich merkwürdige und verwunderlich unsichere Reaktion von Teilen der medialen Öffentlichkeit auf das Wahlergebnis. Weiterlesen

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Realitäten

muenchen_loewenbraeu-festhalle_oktoberfest_2012Es gibt in der Presselandschaft des Netzes eine gut gehegte Einrichtung: Den blogartigen Kommentator aka Hofnarren. Er oder sie darf mehr oder weniger qualifiziert auf eine meist sehr einseitige Art und Weise „vom Leder“ ziehen und soll dabei offensichtlich zwei Ziele erreichen – den Resonanzraum für eher extreme Meinungen in der Leserschaft bilden und Klicks aufgrund der Aufregung des Restes der Leserschaft über die inhaltliche Einseitigkeit erzeugen. Weiterlesen

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