Für oder gegen Katalonien

In der „Zeit“ dieser Woche ist ein Aufruf zweier Philosophen namens Alexander Garcia Düttmann und Christoph Menke zu lesen, die fordern, sich in Europa für die katalonische Sezessionsbewegung zu entscheiden. Der leider aktuell nicht online verfügbare Text mit dem Titel „Für Katalonien!“ stellt dabei die Behauptung auf, dass „sich gegen die Demokratie“ stelle, „wer die spanische Regierung unterstützt“. Eine wie ich finde steile These, die es zu hinterfragen gilt. Weiterlesen

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Meinungsfreiheit

Der rechte publizistische Rand hat es einmal mehr erfolgreich geschafft, Opfer zu sein. Seine Haus- und Hofverlage Antaios, manufactum und junge Freiheit stellten auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse aus, veranstalteten dort Lesungen und ließen sich durch AfD-Persönlichkeiten wie B. Höcke am Messestand „besuchen“. Und waren vermutlich gottfroh, als sich die stöckchenspringende linke Protestgemeinde endlich herabließ, lautstark „Gegenprotest“ zu veranstalten. Bücher wurden geklaut, Stände verwüstet und Veranstaltungen gesprengt. Soweit leider Alltag an den extremen politischen Rändern der Republik und vermutlich die beste Werbung, die diesen Verlagen mit ihren obskur deutschtümelnden, Intellektualität vortäuschenden Pamphleten der Weltuntergangs-“Literatur“ passieren konnte. Weiterlesen

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Über Verständnis

Ist die Gesellschaft mit sozial abweichendem und egoistischem Verhalten konfrontiert, taucht im Umgang damit oft der Appell auf, man müsse „Verständnis mit dem Handelnden haben“. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz, die im Interview in Bezug auf den Umgang mit Russland unterscheidet, ob man Russland für „aggressiv“ und „imperialistisch“ hält oder ob man feststellt, dass „Russland vielleicht auch Sorgen“ habe bzw. nur versuche, „seine Interessen durchzusetzen“. Staatliche Interessen seien ja „legitim“. Weiterlesen

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Über Identitäten

Auf deutschlandfunk.de wurde in den letzten Tagen ein zunächst nur für kunstinteressierte spannend klingender Essay veröffentlicht, der allerdings in seinem allgemeineren Teil einiges beschreibt, über das sich nachzudenken lohnt.

Worum geht es in den Text?

Aufhänger ist ein sehr feuilletonistischer Anlass aus der Welt der Museen und Ausstellungen. Eine amerikanische, offenbar weiße Künstlerin nutzte als Vorlage für ein Gemälde ein schwarz-weißes Photo, das das grausam entstellte Gesicht eines vor Jahrzehnten durch Weiße in den USA umgebrachten schwarzen Jugendlichen zeigt. Dieses Gemälde wurde in New York von einem bekannten Museum ausgestellt, das sich anschließend mit einem offenen Brief einer schwarzen Künstlerin konfrontiert sah, die ein Abhängen und Vernichten des Bildes forderte, da eine weiße Künstlerin mit der Nutzung des „schwarzen Leids“ für ihre Kunst ein weiteres Mal Gewalt und Ausbeutung gegen Schwarze ausüben würde. Weiterlesen

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Wirtschaftsjournalismus

Wirtschaftliche Entwicklungen sind journalistisch betrachtet dröge Themen. Sie sind häufig nur abstrakt über Kennzahlen beschreibbar, ihre Wirkung auf beliebige Einzelpersonen ist eher mittelbar – sprich: Sie sind für den Leser imgrunde so interessant wie die vielen austauschbaren Mittelmanager in ihren grauen Boss-Anzügen in den Business Lounges beliebiger Flughäfen weltweit. Nämlich gar nicht – außer vielleicht für eben diese Mittelmanager.

Im offensichtlichen Gegensatz dazu steht die Breite der Berichterstattung darüber in den Medien, was interessanterweise ein Phänomen ist, das sich durch alle Gesellschaftsmodelle zieht. Nicht nur der Kapitalismus, dem man sicherlich ein besonderes, fast schon religiöses Interesse am wirtschaftlichen Erfolg unterstellen kann, sondern auch der Sozialismus lieferte immer wieder „Heldengeschichten“ aus der Wirtschaft – ersterer über die Beschreibung besonders hoher Gewinne, zweiterer über das Äquivalent dazu: Dem Bericht einer besonders hohen Planübererfüllung.

Es bleibt aber in jedem Fall für den Journalismus ein Problem bestehen: Wie zum Teufel kann man eine schnöde Kennzahlenentwicklung attraktiv beschreiben, die nahezu keine unmittelbare Relevanz für das Leben des Lesers hat? Weiterlesen

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Frieden? Frieden!

Wer in die aktuelle Presse schaut, reibt sich verwundert die Augen: Wo kommen eigentlich die ganzen kleinen Männer her (ja, als Mann muss ich konstatieren: es sind vor allem Männer), die derzeit die transnationale Politik beherrschen? Die wie trotzige Dreijährige wild mit den Füßen aufstampfend an vielen Ecken der Welt und leider auch in Europa ihr instabiles Selbstbewusstsein mit markigen Sprüchen und harten Entscheidungen zu kaschieren versuchen? Und wieso erhalten sie soviel öffentlichen Platz für ihr albernes Verhalten, anstatt dass man sie schlicht auslacht und ignoriert bzw. abwählt? Weiterlesen

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Liberalität in Zeiten des Erstarkens der Neuen Rechten

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Mittlerweile sollte dem letzten unter uns aufgefallen sein, dass wir in interessanten Zeiten leben. In der sogenannten „westlichen Welt“ bisher sicher geglaubte Selbstverständlichkeiten werden immer häufiger in Frage gestellt. Und zwar nicht mehr nur von denjenigen, denen die Freiheit und der Erfolg des westlichen Systems schon immer ein Dorn im Auge war, also von den Potentaten und Kleptokraten, von den Diktatoren und Gewaltherrschern, die ihre eigene Fratze im Spiegel der freien westlichen Welt nicht sehen wollen und deshalb alles dafür täten, diesen Spiegel zu zerstören. Weiterlesen

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